
Der Campus II der Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft in Alfter bei Bonn ist feierlich eröffnet worden. Finanziert wurde der Campus-Neubau von der Software AG-Stiftung, die als Bauherr 14 Millionen Euro in das Projekt investiert hat. Das neue 25.000 Quadratmeter große Areal ergänzt den Campus I, den Johannishof, einen ehemaligen Gutshof am Rand des Naturschutzgebietes Kottenforst, in dem die Hochschule 1973 als Kunststudienstätte gegründet wurde. Auf dem neuen Campus werden vor allem die wissenschaftlichen Fächer Betriebswirtschaftslehre, Pädagogik, Kunstdidaktik, Kunsttherapie und Architektur gelehrt, während auf dem Campus I bildende und darstellende Künstler ihre Ateliers und Probenräume finden. Statements von der Eröffnung:
Der neue Campus wird dem erweiterten Studienangebot und den steigenden Studentenzahlen
gerecht. Die zusätzlichen modernen und hellen Gebäude schaffen die Voraussetzung für ein weiteres Wachstum der Hochschule. Seit der Aufnahme des Studienbetriebs als Kunsthochschule Ende 2002 hat sich die Zahl der Studenten stetig erhöht. Zukünftig soll die Zahl auf rund 800 steigen.„Die Hochschule hat es geschafft, sich in wenigen Jahren zu einer renommierten Kunsthochschule zu entwickeln und selbstbewusst ein eigenes Profil zu entwickeln", betonte Dr. Michael Stückradt, Staatssekretär im nordrhein-westfälischen Innovations- und Wissenschaftsministerium und hob hervor, dass die Eröffnung des neuen Campus zeige, „wie erfolgreich dieses Angebot angenommen wird".

Für einen regen Austausch zwischen den zwei Standorten sorgen interdisziplinäre Projekte, bei denen Studenten und Dozenten der verschiedenen Fachrichtungen zusammenarbeiten. Auch die Veranstaltungen des Studium Generale, die von allen Studenten besucht werden, finden an beiden Standorten statt.
Diese geistes- und kulturwissenschaftlichen Lehrveranstaltungen ergänzen das fachspezifische Studium und sollen für den Blick über den Tellerrand des eigenen Fachs weiten. Die Alanus Hochschule ist als Kunsthochschule staatlich anerkannt. Sie bietet Studiengänge in den Fachbereichen Bildende Kunst, Darstellende Kunst, Architektur, Wirtschaft, Künstlerische Therapien und Bildungswissenschaft an. Die Abschlüsse aller Studiengänge sind denen staatlicher Universitäten und Kunsthochschulen gleich gestellt.