Zunächst einmal benötigt die Maschine etwas Aufmerksamkeit: Haben die Reifen noch genügend Profil und den richtigen Luftdruck? Ist der Ölstand o.k.? Muss die Kette geschmiert oder nachgespannt werden? Sind Rad- und Lenkkopflager noch in Ordnung? Muss vielleicht die Bremsflüssigkeit getauscht werden? Viele Punkte sind zu prüfen, um die Betriebs- und Verkehrssicherheit zu gewährleisten. Eine Checkliste, wie sie beispielsweise das Institut für Zweiradsicherheit (ifz) und viele Automobilclubs anbieten, gibt dabei Hilfestellung. Einen prüfenden Blick verdient auch die Fahrerausstattung: Der DVR empfiehlt allen Motorradfahrern gut sichtbare, abriebfeste und mit Protektoren ausgestattete Schutzkleidung. Ist das Helmvisier noch in Ordnung? Kratzer verursachen schlechte Sicht und sorgen vor allem bei Dunkelheit für gefährliche Blendeffekte. Nicht verzichten sollen Biker auch auf kräftige, hohe Stiefel, die im Falle eines Unfalls Fuß- und Beinverletzungen verhindern oder zumindest mindern können.
Und dann braucht schließlich der Fahrer selbst Vorbereitung. Gut dran ist, wer sich über den Winter fit gehalten hat. Medizinisch betrachtet ist Motorradfahren Sport, und deshalb sollte man sich vor der Fahrt aufwärmen und die Muskulatur lockern. Auf einem leeren Parkplatz kann man sich gut warmfahren und durch Stabilisierungs-, Lenk- und Bremsübungen das Gefühl für die Maschine wiedergewinnen. Und man sollte es bei den ersten Touren langsam angehen lassen, sich nicht überfordern und die Fahrtdauer erst nach und nach steigern. Auf der Straße ist schließlich defensives und vorausschauendes Fahren angesagt. Die übrigen Verkehrsteilnehmer haben sich noch nicht auf die motorisierten Zweiradfahrer eingestellt. Besondere Vorsicht ist angebracht bei Kreuzungen, an Einmündungen und bei entgegenkommenden Linksabbiegern. Was hat der andere vor, und hat er mich gesehen? Diese Fragen sollte sich der Motorradfahrer unbedingt bei der Begegnung mit anderen Verkehrsteilnehmern stellen. Plötzlich losfahrende oder wendende Autofahrer haben schon so manchen Motorradfahrer in Bedrängnis gebracht. Ein ausreichender Sicherheitsabstand zum Vordermann erhöht den Handlungsspielraum bei plötzlich auftretenden Gefahrensituationen.
Mittwoch, 05. Mai 2010