Vermutet wird, dass Monsanto die Neubewertung von MON 810 im europäischen Zulassungsprozess dieses Jahr abwartet. Jede Zulassung für genmanipulierte Organismen muss nach zehn Jahren neu betrachtet werden unter Einbeziehung der neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse. Auf 1000 Hektar waren in diesem Jahr bereits MON-810-Felder angemeldet, insbesondere in Brandenburg und Sachsen.
Dazu erklärt NABU-Präsident Olaf Tschimpke: „Der NABU begrüßt die klare Haltung von Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner, die am MON-810-Verbot aus Vorsorgegründen festhält. Solange der begründete Verdacht besteht, dass Bt-Maisanbau für Natur- und Umwelt schädlich ist, muss MON 810 verboten bleiben.“ Gleichzeitig fordert der NABU mehr Geld für eine unabhängige Sicherheitsforschung. „Es ist skandalös, dass die EU-Neubewertung sich im Wesentlichen auf die lückenhaften und unüberprüfbaren Daten des Herstellers Monsanto stützt. Monsanto stellt weder die Rohdaten für eine unabhängige Überprüfung zur Verfügung noch bekommen Forscher komplikationslos Zugang zu gentechnisch verändertem Saatgut ohne die Zustimmung Monsantos.“
Dienstag, 23. Februar 2010