„Gerade Schulanfängern fällt es im Straßenverkehr noch schwer, angemessen zu reagieren“, weiß Dieter Siegberg, der Leiter des Straßenverkehrsamtes des Rhein-Sieg-Kreises. „Durch plötzlich eintretende Änderungen können gewohnte Bewegungsabläufe schnell einmal gestört werden.“ Daher appellieren Siegberg und seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Straßenverkehrsamtes vor allem an die Eltern, rechtzeitig vor dem ersten Schultag den Schulweg immer wieder gemeinsam mit dem Kind abzugehen, damit es eine gewisse Routine und Sicherheit erlangen kann. Dabei sollte der sicherste Weg zur Schule gemeinsam geplant und festgelegt werden. Wenn nötig sollten dann auch zugunsten der Sicherheit kleine Umwege in Kauf genommen werden. Kinder lernen am besten, wenn sie etwas selbst ausprobieren und unmittelbar erfahren dürfen. „Ein vertrauter Erwachsener sollte also das richtige Verhalten vormachen und die Versuche des Kindes, etwas richtig zu machen, zufrieden oder begeistert
kommentieren“, rät Dieter Siegberg. Es reiche nicht aus, sicheres Verhalten im Straßenverkehr „ohne Worte“ zu praktizieren. Vielmehr sollte das durchaus immer wieder thematisiert werden. Darüber hinaus sollten Kinder nicht nur in den dunklen Monaten von Oktober bis März sichere und den Witterungsverhältnissen angepasste Kleidung tragen. Helle Kleidung und reflektierende „Blinkies“ an Schultaschen und der Kleidung helfen, dass Kinder auch bei schlechtem Wetter und in der Dämmerung gut erkennbar sind. Außerdem ist es wichtig, dass der Nachwuchs rechtzeitig losgeschickt wird, damit er ohne Stress die Schule erreichen kann. Es ist nämlich erwiesen, dass starke Gefühle die Sicherheit der Kinder enorm beeinträchtigen können. Deshalb sollten auch traurige, ängstliche oder wütende Kinder am besten zur Schule gebracht werden, selbst dann, wenn sie schon älter sind. „Denn in solchen Situationen sind sie oftmals den Anforderungen des Straßenverkehrs nicht gewachsen“, weiß Siegberg aus langjähriger Erfahrung. Weitere Informationen hält das Straßenverkehrsamt des Rhein-Sieg-Kreises – Der Landrat – unter der Rufnummer 02241/13-2001 oder per Fax (02241/13-3361) oder e-mail (verkehrssicherheit@rhein-sieg-kreis.de) für interessierte oder besorgte Eltern bereit. Dort gibt es auch verschiedene Broschüren, so zum Beispiel zu den Themen Schulwegsicherung oder Gehgemeinschaften ( „walking-bus“).
Montag, 30. August 2010