Das weltweite bekannteste Siegel im Fairen Handel ist das Fairtrade-Siegel. Fairtrade hat das Ziel, benachteiligte Produzentenfamilien in Afrika, Asien und Lateinamerika zu fördern, um ihnen eine menschenwürdige Existenz aus eigener Kraft zu ermöglichen. Durch gerechtere Handelsbeziehungen sollen die Lebensbedingungen der Menschen dort verbessert, die Binnenwirtschaft gestärkt und langfristig ungerechte Weltwirtschaftsstrukturen abgebaut werden. Die im Fairtrade-System festgelegten Mindestpreise und Aufschläge decken die Produktionskosten der Produzenten und sichern so ihr Existenzminimum. Insgesamt profitieren
rund 800 Produzentengruppen und PlantagenarbeiterInnen in 60 Ländern Afrikas, Asiens und Lateinamerikas vom Handel mit dem Fairtrade-Siegel; dies sind rund 1,2 Millionen ProduzentInnen. In Deutschland ist der Verein TRANSFAIR e.V. für das Fairtrade-Siegel verantwortlich. Als unabhängige Siegelinitiative handelt TRANSFAIR e.V. nicht selbst mit Waren, sondern vergibt an Importeure, Verarbeitungsbetriebe und Händler, die die Standards des Fairen Handels erfüllen, das Recht, das Fairtrade-Siegel für ihre fair gehandelten Produkte zu nutzen. TRANSFAIR e.V. wurde 1992 von 36 Mitgliedsorganisationen aus den Bereichen Entwicklungshilfe, Kirche, Umwelt, Sozialarbeit, Verbraucherschutz, Genossenschaftswesen und Bildung gegründet, die den Verein bis heute tragen. Darüber hinaus unterstützen uns die Bundesregierung, Parteien, Länder und viele Organisationen und engagierte Einzelpersonen. Derzeit bieten in Deutschland rund 150 Partnerfirmen insgesamt über 1.000 Fairtrade-gesiegelte Produkte in den Produktkategorien Kaffee, Tee, Eiscreme, Schokolade, Kekse, Kakao, Honig, Bananen, Fruchtsäfte, Eistees, Wein, Sportbälle, Reis, Textilien mit Fairtrade-Baumwolle und Rosen an. Die Fairtrade-Produkte sind bundesweit in ca. 30.000 Supermärkten, in den Lebensmittelabteilungen der Warenhäuser, im Naturkosthandel und in den über 800 Weltläden erhältlich. Darüber hinaus schenken rund 10.000 Kantinen, Cafés, Mensen und Hotels fair gehandelten Kaffee und mehr aus. „Die SPD in Bornheim möchte den fairen Handel unterstützen und wird daher in Zukunft bei allen Veranstaltungen Fairtradeprodukte einsetzen“, so Vorstandsmitglied Ute Krüger abschließend.
Donnerstag, 26. August 2010