„Vielmehr ist das Hallenfreizeitbad ein Angebot für einen Teil der Bürgerinnen und Bürger der Stadt, das im Bornheimer Etat jährlich mit einem Verlust von 1,1 Millionen Euro finanziert werden muss. Wäre es ein Wirtschaftfaktor müsste erst einmal deutlich gemacht werden, dass der Vorteil der Einrichtung für die Stadt weit über dem Nachteil liegt. Und dann sollten die Ratskollegin Jaritz (SPD) und ihre Mitstreiter Breuer (LINKE) und Stadler (SPD) auch zur Kenntnis nehmen, dass nur ein Teilbereich betroffen ist, so dass das Bad als solches im Bestand von keinem in Frage gestellt wird.“ Insofern sei das Schwimmbad sicherlich als Standortvorteil zu werten, zumal sich viele Kommunen im Umland schon Jahrzehnte lang kein Bad mit dem Angebot und zu den Eintrittsgeldern in kommunaler Trägerschaft mehr leisten, gibt Wirtz zu bedenken. „Allein schon die haarsträubenden Argumentationen bringen mich auf die Palme“, erklärt Wirtz. „Es ist zwar vollkommen richtig, dass die Stadt Bornheim an ihrer Attraktivität arbeiten muss und

das ein Schwimmbad hierzu beitragen kann. Aber man muss auch den Realitäten ins Auge schauen: das Hallenfreizeitbad mit Freibadbereich bleiben auch bei einem Verkauf einer Teilfläche der Wiese erhalten. Der Stadtbetrieb steckt nach wie vor großes Engagement und Gelder in die Verbesserung des Gesamtangebotes.“ Zum Stichwort „grüne Lunge“ erklärt Wirtz, dass Bornheim die grüne Stadt im Umkreis schlechthin sei und ein möglicherweise auf der Teilfläche anzusiedelndes Sport-, Gesundheits- oder Wellnessangebot den Standort nahe dem Bornheimer Zentralbereich, den Senioreneinrichtungen und Schulen gerade interessant machen könnte. „Wer den Freibadbereich, der zudem nur maximal drei Monate im Jahr genutzt wird, wirklich kennt, weiß auch, dass er selbst bei Hochbetrieb überdimensioniert ist.“ „Besonders interessant ist meines Erachtens, dass die RuF-Initiatoren aus SPD und LINKEN einer Generation angehören, die in Bezug auf das Schwimmbad eine eher verklärte Sichtweise vertreten. Heute sind es nicht mehr die Schwimmbäder die eine Stadt für junge Leute attraktiv machen: Es sind die zukunftsorientierten Möglichkeiten und Strukturen: das Kinderbetreuungsangebot, Krippenplätze, gute Schulen und eine optimale Anbindung an Arbeitsplätze und Städte mit Oberzentrenfunktion.“ Insofern werden nach Auffassung der Bornheimer CDU die Bürger im Rahmen der Unterschriftenkampagne nur einseitig informiert. „Das ist den Ratskollegen noch am stärksten anzukreiden und wenn sie dann dem Bürger suggerieren, es gäbe ja eigentlich eine plebiszitäre Demokratie bei der jeder Bürger selbst entscheiden kann, was in einer Stadt passiert, dann machen sich Jaritz, Stadler und Breuer schon heute überflüssig. Denn warum haben sie sich als Volksvertreter wählen lassen, wenn zukünftig der Bürger selbst über „sein städtisches Eigentum“ entscheiden soll“, fragt sich Wirtz.
„Hatte nicht auch die SPD, auch Jaritz und Stadler, dem Verkauf städtischer Häuser zugestimmt, ohne vorher die Bürger zu fragen. Nein im Ernst“, sagt Wirtz abschließend, „ich und alle meine Mitstreiter in der CDU-Fraktion verstehen sich als gewählte Vertreter der Bürgerschaft. Vor diesem Hintergrund stehen alle Entscheidungen im Vorfeld auf einem Prüfstand, bei dem die Verantwortung für die ganze Stadt gegenüber Teilinteressen abgewogen werden muss. Bei der Schuldenlast von 200 Millionen muss daher dringend umgesteuert werden und da liegen die Schwerpunkte dann eher auf Kindern und Jugendlichen, auf Kindergärten, Jugendtreffpunkten, dem Jugendbus und dem Ausbau der Ganztagsangebote bei Schulen. Da können Jaritz, Stadler und Breuer noch mehrmals einen „finanzpolitischen Salto mortale machen und behaupten das eine hätte nichts mit dem anderen zu tun! Es wird einfach nicht richtiger!“